Deshalb geht es mir auch nicht darum, dass jemand einmal im Jahr 45 Minuten lang Folien anschaut und anschließend noch weiß, welche Antwort bei Frage 7 angekreuzt werden musste. Wissen muss im Alltag wieder auftauchen. Es muss zur eigenen Tätigkeit passen, verständlich sein und auch dann noch helfen, wenn die Schulung längst vorbei ist.
Zu dem Thema EU AI Act kamen inzwischen Datenschutz, Cybersicherheit, Brandschutz, Arbeitssicherheit und Ergonomie hinzu. Und weil KI der Ausgangspunkt dieser ganzen Geschichte war, bekommt sie auch darüber hinaus einen besonderen Platz: mit zusätzlichen Kursen, die nicht nur erklären sollen, welche Regeln für KI gelten, sondern vor allem, wie man sie sinnvoll und kompetent im Arbeitsalltag einsetzen kann.
[Deshalb heißt die Plattform auch heute noch EU AI Act Academy.] Der Name erinnert ziemlich genau daran, wo die ganze Geschichte ihren Anfang genommen hat.
[Und darunter steht jetzt, was daraus geworden ist:]
Sicher handeln. KI sinnvoll nutzen. Wissen im Alltag anwenden.
So ist aus den paar Ideen, mit denen ich damals zu meinem Vater ins Pflegeheim gestiefelt bin, etwas geworden, das mit meinem ursprünglichen Plan nicht mehr besonders viel gemeinsam hat.
Und gleichzeitig doch sehr viel. Denn einen Maßstab habe ich behalten: Mein Vater sollte verstehen, was ich da eigentlich mache. Er war 88 Jahre alt, als er mir ziemlich unverblümt erklärte, dass das zunächst nicht der Fall war. Am Ende wusste er, worum es beim EU AI Act geht.
Und wenn es mir gelingt, komplizierte Themen so aufzubereiten, dass Menschen nicht nur einen Kurs absolvieren, sondern hinterher sagen können: „Jetzt habe ich verstanden, was das mit mir und meinem Arbeitsalltag zu tun hat“, dann ist aus seiner damaligen Kritik vielleicht einer der wichtigsten Grundsätze dieser Academy geworden.
Ich glaube, das hätte ihm gefallen.
