Ich verkaufe keine Kurse

Ich verkaufe also keine einzelnen Kurse.

Wer nur einmal im Jahr einen Kurs absolvieren und anschließend ein Zertifikat abheften möchte, findet dafür genügend andere Angebote.

Meine Plattform ist anders gedacht.

Natürlich braucht ein Unternehmen Nachweise. Schulungen müssen dokumentiert werden, und ein Geschäftsführer oder Inhaber möchte im Zweifel belegen können, dass die erforderlichen Unterweisungen stattgefunden haben.

Aber wenn wir uns ohnehin die Mühe machen, Menschen zu schulen, dann dürfen sie meiner Meinung nach hinterher auch etwas wissen. Und vor allem dürfen sie später wieder darauf zugreifen.

Denn wer erinnert sich sechs Monate nach einer Schulung noch an jede Einzelheit? Ich jedenfalls nicht. Interessant wird das Wissen häufig genau dann, wenn man es braucht: Ein konkreter Fall taucht im Arbeitsalltag auf und plötzlich denkt man: Da war doch etwas.

Dann möchte ich nicht erst einen kompletten Kurs noch einmal durcharbeiten müssen.

Deshalb bleiben die Inhalte auch außerhalb der eigentlichen Schulung zugänglich. Über die Volltextsuche kann gezielt nach dem gesucht werden, was gerade gebraucht wird. Nicht irgendwann bei der nächsten Pflichtunterweisung, sondern in dem Moment, in dem die Frage auftaucht. Für mich gehört aber noch etwas anderes dazu.

Was ich einmal richtig gelernt habe, muss nicht für immer richtig bleiben.

Gesetze ändern sich. Vorgaben ändern sich. Und manchmal bedeutet eine Änderung eben auch, dass Wissen, das gestern noch richtig war, heute ergänzt oder korrigiert werden muss.

Dann reicht es meiner Meinung nach nicht, einfach still und leise den Text auf der Plattform auszutauschen und darauf zu hoffen, dass es irgendwann jemand bemerkt. Wenn sich relevantes Wissen aufgrund einer neuen Rechtslage ändert, kann gezielt eine Nachschulung angestoßen werden.

Genau das ist für mich der Unterschied zwischen einem Kurs und einer Lernplattform. Und mal ganz ehrlich: Gerade kleine und mittlere Unternehmen haben oft gar nicht die Kapazität sich da auf dem Laufenden zu halten.

Lernen – nachschlagen – aktualisieren.

Nicht alles jedes Jahr wieder von vorne. Sondern das Wissen verfügbar halten und dort nachschulen, wo sich tatsächlich etwas geändert hat.

Das klingt erstaunlich selbstverständlich.

Ist es aber nicht immer.